Der Turner mit dem Tortenheber

Im Portrait: Jonas, Marketing und Eventmanagement

Schon mit 15 Jahren stand Jonas zum ersten Mal bei Ofa Bamberg auf der Matte – damals noch als Praktikant. Kurz darauf folgte die Ausbildung zum Industriekaufmann, anschließend die Übernahme ins Marketing. Heute ist Jonas seit rund neun Jahren Teil des Unternehmens und kennt es in- und auswendig. Aber was macht der Mann mit dem wohl schicksten Kleidungsstil der Firma eigentlich in seiner Freizeit?

Gut festhalten!

Wenn Jonas über sein Lieblingshobby spricht, merkt man schnell: Das ist nicht einfach ein nettes Freizeitprogramm, sondern vielmehr eine anspruchsvolle Darbietung von Körpergefühl, Muskelkraft und Beweglichkeit (und ganz nebenbei ein Reminder, wie erschreckend wenig man davon eigentlich selbst besitzt). 

„Also du sitzt rückwärts, schwingst hoch, drehst dich und landest am Ende wieder im Vorwärtssitz“, erklärt er selbstverständlich. Was so schon schwindelerregend genug klingt, passiert bei ihm auf einem galoppierenden Pferd. 

Voltigieren nennt sich die Sportart, die Jonas seit inzwischen 13 Jahren betreibt. Dabei werden akrobatische Übungen auf einem im Zirkel laufenden Pferd ausgeführt – das Ganze musikalisch begleitet.

Was ihn daran fasziniert? „Es ist die Verbindung aus allem“, überlegt er. „Athletik, Kraft, Ausdauer, Ausstrahlung. Dazu die notwendige Harmonie mit dem Team, der Musik und natürlich dem Pferd.“ Die Musik wird dabei selbst arrangiert, eine darauf abgestimmte Choreografie eigenständig erarbeitet. Eventmanagement auf vier Beinen sozusagen.

Macht der Reiter auch mal plumps?

Turnerische Vorerfahrung hatte Jonas kaum. Fünfmal Kinderturnen, mehr nicht. „Das Turnen habe ich mir erst auf dem Pferd beigebracht“, schmunzelt er. Den Spagat? Hat er sich in der 7. Klasse in zwei Ferienwochen antrainiert. Apropos, trainiert wird vier- bis fünfmal die Woche: Pferd, Turnhalle, Fitnessstudio – repeat. 

Schwere Verletzungen sind bisher ausgeblieben. Angst davor hat er keine. „Mit Angst aufs Pferd? Das wäre schon mal der erste Fehler.“ Respekt ja, aber entscheidend sei vor allem das Vertrauen: ins Pferd, ins Team und in das eigene Muskelgedächtnis.

Mit dem Voltigierverein Bamberg wurde Jonas 2025 Bayerischer Vizemeister und belegte Platz vier beim Deutschen Voltigierpokal in Aachen.

"Wenn man bei Ofa Bamberg eine Ausbildung gemacht hat, kennt man einfach alle."

Reisemut statt Zauberhut

Dass Jonas heute im Marketing und Eventmanagement arbeitet, passt ins Bild. Auch dort es um Kreativität, Planung und den Moment, in dem etwas sichtbar wird. “Am liebsten sind mir die Dinge, die nicht nur am Schreibtisch passieren“, verrät er. Neben der sorgfältigen Organisation des Ofa-Messeauftritts auf großen Branchenevents wie der OTWorld in Leipzig oder der Expolife in Kassel gehört vor allem die Umsetzung von Fotoshootings zu seinen persönlichen Highlights: Models auswählen, Farbkonzepte ausarbeiten, Outfits zusammenstellen und am Ende erleben, wie aus einer Idee Realität wird.

Während seiner Ausbildung zum Industriekaufmann durchlief Jonas verschiedenste Abteilungen – Einkauf, Buchhaltung, Personalwesen, Marketing. „Wenn man bei Ofa Bamberg eine Ausbildung gemacht hat, kennt man einfach alle“. Zwei Kolleginnen aus seiner Ausbildungszeit sind bis heute enge Wegbegleiterinnen: „Freundinnen fürs Leben“, schwärmt er. Mit ihnen ging es bereits zwei Wochen zu seinem Traumreiseziel Thailand. Auch bei zwei Städtetrips nach Prag und München durften sie im Gepäck nicht fehlen. Und im Alltag? Da trifft man sich regelmäßig, brutzelt gemeinsam Waffeln und spielt Spiele (am liebsten Schummel Hummel).

Und wenn wir schon beim Thema Süßspeisen sind: Jonas ist im Büro bekannt für sein ausgefeiltes Backwaren-Navigationssystem. Egal ob Kuchen und Torte neben ihm, eine Etage tiefer, oder in einem ganz anderen Gebäude stehen: seine feine Spürnase ortet die Leckereien zuverlässig. 

Für die Zukunft beschreibt Jonas seine Ziele pragmatisch und mit einem Augenzwinkern: „Glücklich sein mit dem, was man macht. Und ein bisschen Luxus im Leben.“ Als Kind wollte er übrigens Zauberer werden. Nur setzt er heute auf Pferde statt Kaninchen.